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Hurrikane "Katrina"
     
 

Katastrophe in den Südstaaten
- Die US-Ölindustrie kämpft mit der Zeit

Viele Raffinerien brauchen noch Monate, um am Golf von Mexiko wieder arbeiten zu können

Nach dem Hurrikan versuchen die amerikanischen Öl-Firmen die Produktion im Golf von Mexiko wieder in Gang zu bringen und die Schäden abzuschätzen.
Die Unternehmen haben Mühe ihre Anlagen auf die volle Leistung hoch zu fahren

Eine Woche nach der Katastrophe ist immer noch nicht klar,
wie schwer die Infrastruktur und besonders die Pipelines betroffen sind.

78 % der Ölförderung fallen aus.
57 % der Gasförderung fallen aus.

Ölkonzerne müssen die Kommunikations- und Transportprobleme lösen.

Experten erwarten, dass die Ölförderung und der Transport schon in wenigen Tagen starten können.

Die US-Energieinformations-Behörde EIA geht davon aus, dass acht Raffinerien am Golf von Mexiko in den kommenden ein bis zwei Wochen wieder anlaufen können.

Doch andere Raffinerien können bis zu mehreren Monaten ausfallen.

Wenn 3 bis 4 Ölveredelungsanlagen für 1 Monat stillstehen, dann fehlen 1 Mill. Barrel Öl.


1 Barrel entspricht 159 Liter

Ist eine Raffinerie abgeschalten muss sie eine aufwändige Prozedur durchlaufen, um ihre alltägliche Leistung wieder zu erreichen.

Große Kapazitätsausfälle
Sturmschäden an Raffinerien durch Hurrikan Katrina

Lage

Raffinerie-Kapazität
in tsd. Barrel/Tag

Auswirkung

Exxon Mobil

Baton Rouge

494

Produktion reduziert

Chevron Texaco

Pascagoula

325

Geschlossen

Conco Phillips

Belle Chasse

247

Geschlossen

Marthon

Garyville

245

Geschlossen*

Motiva (Shell)

Convent

235

Geschlossen

Motiva (Shell)

Norco

226

Geschlossen

Chalmette

Chalmette

187

Geschlossen

*bei nur geringen Sturmschäden; Quelle: US-Department of Energy


Der Golf von Mexiko und das Mississippi-Delta ist mit Dutzenden von Bohrinseln, einem Spinnennetz von Pipelines sowie großen Umschlaghäfen und Raffinerien das wichtigste Zentrum der US-Energiebranche. Rund neun Zehntel aller Anlagen sind derzeit außer Betrieb. Währren das Ausmaß der Zerstörungen noch nicht voll zu ermessen ist, stiegen die Preise an den Zapfsäulen um 20 bis 50 Prozent.

 

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